Besuch der charmanten Dame: Lys Assia

Lys Assias Auftritt am 9. Dezember 2007 in Bassersdorf

Dölf Stöcklin beim Interview mit Lys Assia
Felice Zenoni, Dölf Stöcklin und Lys Assia (von links nach rechts) beim Interview
Dölf Stöcklin bei Interview mit Felice Zenoni
Verdankung duch den Präsident des Vereins KULTUR-NETZ Bassersdorf, Markus Lienhart
Lys Assia signiert CD und Bücher
Felice Zenoni, Lys Assia und Dölf Stöcklin (von links nach rechts)

Aus dem Blätterwald (Presseartikel)

(Dorf-Blitz Nr 8/07 vom 30. August 2007)

Was verbindet einen Bassersdorfer mit dem Kinofilm «Oh mein Papa»?

120 Stunden Aufnahmematerial digitalisiert

«Oh mein Papa» machte den Schweizer Komponisten Paul Burkhard in den 50er Jahren weltberühmt und zugleich unsterblich. Ausgehend von diesem Evergreen begibt sich Felice Zenoni mit seinem Dokumentarfilm «Oh mein Papa» auf die Suche nach den weniger bekannten Schätzen in Burkhards Nachlass und skizziert dabei auch eine beeindruckende Lebensgeschichte. Der Film startet am 6. September in den Schweizer Kinos und soll später auch im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt werden.

Tondokumente und Schallfolien

Im vergangenen Jahr kontaktierte Felice Zenoni den in Bassersdorf wohnhafte Dölf Stöcklin, mit der Bitte alte Tondokumente und Schallfolien für einen Film über den Schweizer Komponisten Paul Burkhard zu überspielen und zu digitalisieren. Stöcklin überspielte mehr als 120 Stunden Aufnahmematerial auf ein Dutzend CD's. Material ab diesen Tonträgern ist jetzt - unter anderem mit neuen Aufnahmen von Lys Assia, Dodo Hug, Michael von der Heide, Toni Vescoli - im Kinofilm vertont.

Dölf Stöcklinist Aktuar und Öffentlichkeitsverantwortlicher des Vereins KULTUR-NETZ Bassersdorf. Zurzeit beschäftigt er sich in seiner Wohngemeinde mit der Aufgabe, den Weg des «Bassersdorfer-Geschichtspfades» mit der Kamera zu verfolgen. Damit will Stöcklin die Entwicklung «Bassersdorf - einst und jetzt» aufzeigen. Das Video soll den interessierten Publikum zu einem späteren Zeitpunkt vorgeführt werden. Sein berufliches Knowhow hat Stöcklin sich als Tontechniker beim Schweizer Fernsehen erarbeitet. Für seine Forschungsarbeiten in der Schweizer Musik-Szene wurde er mit einer «Goldenen Schallplatte» ausgezeichnet.

Gute Kontakte

Aus dieser Zeit hat Dölf Stöcklin noch heute gute Kontakte zu Schweizer Musikschaffenden. 2005 konnte der Verein «KULTUR-NETZ» beispielsweise Artur Beul (Komponist von «Nach em Räge schint d'Sunne», «Mir zwei underem Rägeschirm», «Überde Gotthard flüged Bräme» und viele mehr) anlässlich seines 90. Geburtstags nach Bassersdorf einladen. Im Rahmen dieser Veranstaltung ist in diesem Wochen in Abklärung, ob Lys Assia möglicherweise Bassersdorf die Ehre erweisen wird.

(Dorf-Blitz Nr 11/07 vom 28. November 2007)

Unterhaltung und Gespräche am Sonntagnachmittag

Eine Pemière: Lys Assia kommt zu Besuch

Am Sonntag, 9. Dezember, kommt Lys Assia nach Bassersdorf. Möglich macht den Besuch der bekannten Sängerin eine gemeinsame Veranstaltung der Kultur-und Bibliothekkommission und des Vereins KULTUR-NETZ Bassersdorf.

Das unterhaltsame Nachmittagsprogramm startet um 15 Uhr im evangelisch-reformierten Kirchgemeindehaus mit dem vom Bassersdorfer Dölf Stöcklin neu erstellten Videofilm «Bassersdorf, Einst und Jetzt», welcher die interessante Entwicklung des Dorfkerns aufzeigt.

Im zweiten Teil werdendie Besucherinnen und Besucher in die Welt der Stars geführt. «Oh mein Papa» ist sicher noch vielen ein Begriff. Dieser Schlager aus dem Jahre 1950, den die Sängerin Lys Assia weltberühmt machte, wurde von Paul Burkhard geschrieben. Anlässlich seines 30. Todestages ist ein Kinofilm über den Komponisten entstanden. Als Première für Bassersdorf konnte der Verein KULTUR-NETZ Bassersdorf die Sängerin Lys Assia zusammen mit dem Filmregiesseur Felice Zenoni einladen. Es werden Ausschnitte aus dem Kinofilm gezeigt sowie einige Szenen von Proben, die im Kino nicht zu sehen sind. Lys Assia und Felice Zenoni berichten dazwischen von ihren Eindrücken und Erfahrungen mit und über diesen Film.

Wir laden herzlich zu dieser kostenlosen Veranstaltung ein und freuen uns auf einen interessanten Nachmittag.

Kultur- und Bibliothekskommission /
KULTUR-NETZ Bassersdorf

(Dorf-Blitz Nr 12/07 vom 20. Dezember 2007)

«Er war ein grosser Künstler ...»

Lys Assia zu Besuch - eine Dame mit Charme

Das Kulturnetz und die Kultur und Bibliothekskommission Bassersdorf konnten am zweiten Adventssonntag einen Weltstar im Dorf begrüssen: Rosa Mina Schärer

von Heidi Keller

«Oh mein Papa - er war ein grosser Künstler!» Wer kennt diesen Welthit des berühmten Schweizer Komponisten Paul Burkhard nicht? Die weltbekannte Interpretin dieses Hits, Rosa Mina Schärer, allerdings besser bekannt als Lys Assia, kam zu Besuch. Wer an diesem verregneten zweiten Advent der Einladung Folge leistete und den Weg in die reformierte Kirche fand, konnte tatsächlich etwas Weltruhm schnuppern.

Eine Dame von Welt

Lys Assia, eine weltgewandte Dame mit Stil und noch viel mehr Charme, gab im Interview, geführt von Dölf Stöcklin und gespickt mit einigen interessanten Filmausschnitten, bereitwillig Auskunft. Sie erzählte mit viel Witz Anekdoten über ihre Karriere und die Freundschaft mit dem Musikschaffenden Paul Burkhard. Begleitet und unterstützt wurde sie von Felice Zenoni, der ebenfalls über ein sehr breites Wissen rund um Paul Burkhards Leben verfügt.

Fragen und Antworten

Viele Fragen drehten sich hauptsächlich um die Person Lys Assia selbst und wie sie damals ihre Karriere begann. Besonders eindrücklich schilderte sie ihr Wirken in der Nachkriegszeit. Wie es ihr gelang, mit der Kombination von Stimme und Schönheit Eindruck zu schaffen und die Menschen in dieser schweren Zeit zu begeistern.

Einige Anwesende an diesem Sonntag hatten Lys Assia in der Vergangenheit schon einmal getroffen, und das Bedürfnis war gross, nochmals über diese Begegnungen zu sprechen. Sie erinnerte sich dann auch an einige davon. Wiederum andere verbanden Lys und ihren Titel «O mein Papa» mit ihrer ersten eigenen Schallplatte.

Lys Assia ist nach wie vor sehr aktiv und nimmt immer noch gerne an offiziellen Anlässen teil. Die Arbeit am Film über Burkhard hat ihr grossen Spass gemacht, und die Arbeit mit vielen jungen Künstlern hat sie als inspirierend empfunden. Dass die Dreharbeiten im Haus von Paul Burkhard durchgeführt wurden, verlieh dem Ganzen eine besondere Note.

Paul Burkhard, die Oper und der Film

Im September dieses Jahres wurde das Filmwerk «Oh mein Papa» von Regisseur Felice Zenoni über das Leben des 1977 verstorbenen Paul Burkhard in den Schweizer Kinos gezeigt. Der Film zeigt Ausschnitte aus dem Leben Burkhards als grossartiger Künstler und Komponist am Zürcher Opernhaus. Obwohl er die Oper anfänglich verschmähte, komponierte er dann unter anderem die «Kleine Niederdorf- Oper», die «Zäller Wienacht» und eben nicht zuletzt «Der schwarze Hecht» mit dem bekannten Hit «Oh mein Papa». Es wurden Welterfolge.

In einem Film über Paul Burkhard durfte Lys Assia natürlich nicht fehlen. Als Zenoni mit den Recherchen zu diesem Film begann, lebte die Grande Dame mit der sensitiven Stimme an der Côte d'Azur. Felice Zenoni nahm mit ihr Kontakt auf und lud sie nach Zürich ein. Nach einem gemeinsamen Mittagessen nahm das Projekt Form an, und der Film konnte nach fünf Jahren Dreharbeiten fertiggestellt werden.

Die Erfolgsgeschichte

Entdeckt wurde Lys Assia in den 40er-Jahren von Bob Huber, einem anderen grossen Komponisten. Ihm folgte sie dann auch nach Spanien, von wo aus sie ihre Karriere aufbaute. Vor 57 Jahren kam die gebürtige Schweizerin zurück in die Heimat, da ihr Vater sehr schwer erkrankt war. Bei einem Treffen mit Paul Burkhard, den sie schon lange kannte und schätzte, fand sie in dessen Werken die Noten zu «Oh mein Papa» und war begeistert. Ihre Zusammenarbeit, die zu einem Welterfolg führte, war geprägt von gegenseitigem Respekt und grosser Wertschätzung. Der gewaltige Erfolg dieses Liedes überraschte alle Beteiligten.

Nach gut zwei Stunden war das Publikum in der Bassersdorfer Kirche wohl nicht wenig fasziniert von einer ganz besonderen Frau. Ihre Ausstrahlung und ihre Präsenz, verbunden mit diesem besonderen Lied, werden wohl immer unvergessen bleiben.

Dölf Stöcklin führte durch das Interview und war von Lys Assia ebenso begeistert wie das Publikum.