Mit Hake und Spritze gegen Wildkraut und Schädlinge

Für die Erziehung einer optimaler Ernte ist die Pflege des Ackers unumgänglich. Dazu gehört neben dem für das Wachstum wichtigen Düngen die Bekämpfung von Wildkräutern, schädliche Insekten und Pilzen.

Wildkräuter sind Pflanzen, die sich in den Acker versamt haben, deren Wachstum aber zumindest an dieser Stelle nicht erwünscht ist. Jahrhundertelang hatten die Menschen nur die Möglichkeit unerwünschte Wildkräuter manuell zu entfernen. Das heisst sie mussten diese mit der Hand herausreissen, mit der Hacke die Wildpflanzen abschlagen oder entwurzeln oder mit pferdegezogenen Kultivatoren den Acker bearbeiten. Diese Arbeit war mühsam, arbeits- und zeitintensiv und meist nur von kurzem Erfolg, da die Wildkräuter schnell wieder nachwuchsen.

Erst die Erfindung sogenannter «Herbizide» machte eine nachhaltige Wildkrautbekämpfung möglich. Herbizide sind chemische Stoffe, die auf das Wachstum von Wildkräutern einwirken und diese zum Absterben bringen, ohne das Wachstum der ausgesäten Kulturpflanze zu beeinträchtigen. Die Herbizide werden meist in flüssiger Form mittels einer Spritzvorrichtung ausgebracht. Erfindungsreiche Bauern nutzten eigene Spritzwagen. Moderne Geräte haben die Technik inzwischen optimal, um einen rationelleren Einsatz der Herbizide zu erzielen.

Auf gleiche Weise werden die Fungizide, also Mittel zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen bei Pflanzen, und die Insektizide, die den Beifall von schädlichen Insekten verhindern sollen, auf den bestellten Acker ausgebracht.

Der Weltweit jährliche Einsatz von rund 2,5 Millionen Tonnen Pflanzenschutzmittel belastet unsere Umwelt. Deshalb muss der Verbrauch dieser Mittel durch integrierten Pflanzenschutz und ökologische Anbaumethoden auf das unbedingt notwendige Mass gesenkt werden.

Quellennachweis

Literaturverzeichnis

Mit Hake und Spritze gegen Wildkraut und Schädlinge 

Landwirtschaftsmuseum Rhede DE