Kartoffeln - Vom Mittagstisch nicht wegzudenken

Stilleben: Kaffee und Kartoffeln (Albert Anker, um 1896)

Von den Spaniern im 16. Jahrhundert aus Südamerika nach Europa eingeführt, gelangte die Kartoffel erst spät zu Ehren.

Das Pflanzen der Kartofferln zwischen April und Juni geschah früher mit der Hand oder mit dem Saatpflug. Beim Legen mit dem Spaten bedeckte man das eine Pflanzenloch mit der Erde aus dem nächsten. Rationeller war es, mit dem Häufelpflug Furchen zu ziehen und diese nach dem Legen zuzuschleifen. Heute werden die Kartoffeln maschinell gepflanzt.

Die Ernte erfolgte entweder auch mit der Hand, indem man die einzelnen Stauden loshackte, oder mit dem Pflug, mit dem ganze Reihen aufgepflügt wurden. Als Erntemaschinen setzte man Schleuderroder ein. Diese Methoden erforderten einen hohen Personaleinsatz, wobei die Kartoffelleser einen Stücklohn nach der Anzahl der gesammelten Körben erhielten.

Das Reinigen und Sortieren der Früchte geschah anschliessend in sogenannten «Kartoffelweihern», das sind Sortiermaschinen mit eingebauten Rosten, an denen die Erde abgestreift wurde. Der Antrieb von modernen Kartoffelrodern mittels Zapfenwelle durch den Schlepper ermöglicht Roden, Auflesen und Reinigen in einem Arbeitsgang.

Quellennachweis

Literaturverzeichnis

Kartoffeln - Vom Mittagstisch nicht wegzudenken

Landwirtschaftsmuseum Rhede DE
Geschichte des Handwerks, EDITION XXL GmbH, 2004

Abbildungsverzeichnis

Kartoffelernte

www.kirstenmeyer.vahrendorf.de/gallery.php?gal=Menschen