Zugtiere - Pferde und Rindvieh

Als Zugtiere wurden hauptsächlich Rinder vorgespannt. Nur wohlhabende Bauern konnten sich Pferde leisten. Zur Entlastung bei Arbeitsspitzen hielten sie oft zusätzlich ein paar Ochsen.

Ochsen

Ochsen waren kräftig und zogen schwere Lasten, liefen aber langsamer als Pferde. Sie konnten den ganzen Winter über im Stall bleiben und brauchten ein Drittel weniger Futter als ein Pferd. Nach einigen Jahren Zugarbeit konnten sie gemästet und verkauft werden.

Ochsen Einspänner (Fritz Müller, 1906)

Kühe

Für Kleinbauern kamen nur Kühe als Zugtiere in Betracht. Sie brachten dem Bauernhof mehrfach Nutzen: Sie gaben Milch, bekamen Kälber und konnten geschlachtet werden. Ausserdem brauchten sie weniger Futter als andere Zugtiere. Aber sie waren langsamer, nicht so kräftig und ausdauernd wie Ochsen oder Pferde.

Kühe an der Tränke (Giovanni Segantini, 1888)

Pferde

Pferde waren schneller und ausdauernder als Ochsen. Ein Pferd kostete aber 2-3 Mal soviel wie eine Kuh. Auch im Winter brauchte es alle paar Tage Auslauf. Zudem benötigten sie aufwendige Pflege und viel hochwertiges Futter. Der Beschlag und das Geschirr waren teuer.

Bauer mit Pferden und Ochsengespann (Max Ohmayer, 1903)

Quellennachweis


Die Rieser Landschaft im Wandel    

Museumsdirektion des Bezirk Schwaben, Oberschönenfeld 2002