Heu - Futter für Pferd und Vieh

Heuernte bei drohendem Gewitter (Rudolf Koller, 1854)

Die intensive Milchwirtschaftsbetriebe sind auf grosse Weideflächen angewiesen. Die Wiesen werden zur Beweidung mit Kühen und zum Mähen von Gras genutzt. Für die Versorgung der Tiere, die den Winter in den Ställen verbrachten, war das Heu die wichtigste Nahrungsgrundlage.

Das Mähen des Grases wurde bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, ja sogar bis ins 20. Jahrhundert, mit der Sense durchgeführt, wobei ein guter Mäher einen halben Hektar pro Tag mähen konnte. Wie beim Getreide löste der Balkenmäher, mit dem man 3 bis 4 Hektar pro Tag mähen konnte, die mühsame Handarbeit ab.

Nach dem Mähen müssen die Grasschwaden bald möglichst gewendet werden. Das geschah per Hand mit der Heugabel oder mit einem pferdegezogenen Gabelwender (Heuwender). Die dadurch erreichte Streuung und Belüftung des Grases liess es schnell zum Heu trocknen. Bei guter Witterung konnte schon bald mit dem Rechen oder pferdegezogenen Schwadenwender das Heu in Reihen (Maden) gebracht werden.

Mit dem Pferdewagen fuhr man den Reihen entlang und man beförderte mit der Heugabel das Heu auf den Wagen, wo es gepackt und festgetreten wurde. War der Wagen voll, so legte man einen langen Balken übers Heu, den man mit Tauen festband, damit auf dem Heimweg nichts von der Fracht verloren ging.

Zuhause angekommen wurde es auf dem Heuboden aufgeschichtet.

Quellennachweis

Literaturverzeichnis
Heu - Futter fürs ViehLandwirtschaftsmuseum Rhede DE