Tiere als Nahrungsmittellieferant

Milchprodukte

Stilleben: Milch, Kaffee, Käse und Kartoffeln (Albert Anker, um 1896)

Milch, Käse und Butter

Die Hirten- und Nomadenvölker der Jungsteinzeit waren die ersten Menschen, die sich regelmässig von Milch, nämlich Schaf- und Ziegenmilch, ernährten. Seit die Menschen sesshaft wurden sind es die Kühe, die den Bauern das Einkommen sichern sollen.

Zweimal im Tag, frühmorgens und Nachmittags, wurde gemolken. Dazu wurde das Euter der Kuh (mit Stroh) gereinigt und der Knecht, Melker oder Bauer setzt sich auf einen Schemel, den Eimer zwischen den Knien, an die Kuh. Nach dem Melken wurde die Milch durch ein Sieb in die Kanne gegossen.

Die Milch wurde getrunken, als Speisezusatz verwendet oder zu Butter verarbeitet. Dazu wurde der Rahm von gesäuerter Milch abgeschöpft und in einem Butterfass gestossen oder gedreht. Dabei ballte sich das Fett zusammen, die Buttermilch blieb zurück. Nach dem Waschen, Kneten und Salzen war die Butter fertig. Mit Milchzentrifugen konnten grössere Mengen rationeller verarbeitet werden. Heute braucht die Milch nicht mehr zu stehen, damit sich der Rahmen absetzt; in den Molkereien wird die Butter direkt aus der frischen Milch hergestellt.

Eine weitere Verarbeitungsmethode für die Milch ist die Joghurt-, Quark- und Käseherstellung. Letzteres geschah aber meist nicht mehr durch die bäuerliche Hand, sondern in Molkereien.

Quellennachweis

Literaturverzeichnis
Milch, Käse, ButterLandwirtschaftsmuseum Rhede DE
Geschichte des Handwerks, EDITION XXL GmbH, 2004